Stern über Bethlehem – Konzertbericht

Wer Weihnachten mit Frohsinn verbringen möchte, findet sich traditionell am 4. Adventssamstag in der Bliesgaufesthalle ein, wenn der Musikverein „Frohsinn“ Mimbach zu seinem Weihnachtskonzert einlädt.
Vorsitzender Horst Kreutz blickte denn auch frohsinnig in seiner Begrüßung auf ein bewegtes Jahr zurück, welches passend zum Anlass mit einer ungewissen Herbergssuche des Vereins begann und im Webenheimer Dorfgemeinschaftshaus schließlich glücklich endete. Seit Februar können die Musiker dort proben und bis Sommer war der Raum entsprechend mit benötigtem Mobiliar ausgerüstet. Beste Voraussetzungen also, um wieder das Beste in einem Konzert zu geben, was im Folgenden auch von den Aktiven beeindruckend bewiesen wurde.
Dirigentin Marina Ochsenreither schafft es, den Nachwuchs sowohl für moderne Filmmusik als auch für anspruchsvolle Klassik zu begeistern. Und so gelang es endlich einem Jugendorchester, das mythische Inselreich „Atlantis“ mit der Partitur von Anne McGinty in Blieskastel zu lokalisieren und beiläufig auch noch „Bilder einer Ausstellung“ vor der „Peer Gynt Suite“ zu präsentieren.
Erst Mitte September haben sich 5 Kinder der von Jasmin Schaeffer geleiteten musikalischen Früherziehung angeschlossen, aber sie brannten darauf, schon an Weihnachten ihre ersten Flötentöne an den Mann zu bringen – und nicht nur an denjenigen mit der roten Mütze!
Solche musikalischen Leistungen erfordern neben Begeisterung und regelmäßigem Probenbesuch, auch die ständige Bereitschaft zur individuellen Weiterbildung. Im Frühjahr absolvierten Clara Hsu, Veronika Schmidt, Sebastian Greff und André Schmidt erfolgreich ihre D1-Prüfung beim BSM und lösten damit ihr Ticket zur Aufnahme ins Große Blasorchester, welches unter Leitung von Daniel Peters für weihnachtliche Stimmung in vielerlei Stilrichtungen sorgte: Klassisch die „Weihnachtliche Toccata“ von Wolfgang Schumann, modern „Bethlehem“ von Kurt Gäble und international „Jingle Bells Forever“, einem Arrangement im Sousa-Stil von Robert W. Smith. Zu Weihnachten gehören Kirchgang ebenso dazu wie ein Festmahl. Bezüglich ersterem hatten die Gäste die Möglichkeit, sich ihren Favoriten aus den französischen „Three Famous Cathedrals“ Albi, Chartres und Amiens auszusuchen. Beim Menu nach einem Rezept von Bart Picqueur gab es keine individuelle Wahl:
Als Hommage an den Besuch des Belgischen Partnerorchesters im September tischten die Musikerinnen und Musiker mit „A Froghitters‘ Fantasy“ eine schrecklich“ leckere Vertonung eines Froschdaseins auf, welches leider als Delikatesse auf einem Teller endet – wenn auch im stimmigen Zusammenspiel mit feinem Knoblauch, guter Butter und abgeschmeckt ganz nach der hohen Trompetenschule von Maitre Eric Moschel.
Zum Dessert servierte Moderatorin Anja Jung Variationen Deutscher Weihnachtslieder, welche süßer nie klangen, da sich einige gemäß ihrem Vorschlag ohne Rücksicht auf den Sitznachbarn kräftig mitzusingen trauten – O du fröhliche!


Fotos vom Konzert finden Sie in unserer Bilder-Galerie. Vielen Dank an Teresa und Ronald Merklein für die tolle Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar